Neue internationale Verbindungen für Wanderer und Radfahrer

Veröffentlicht am 11.12.2018

Tourismusagentur

Ostbelgien – Grenzüberschreitend sollen Rad- und Wanderwege im deutsch-belgischen Eifel-Ardennen-Raum miteinander vernetzt und verbunden werden. Zu diesem Zweck haben sich die Tourismusagentur Ostbelgien (TAO), die Eifel Tourismus (ET) GmbH Prüm und der Fremdenverkehrsverband der Provinz Lüttich (FTPL) in einem Interreg-Projekt „RANDO-M: Eifel-Ardennen ein unbegrenzter Erlebnisraum zum Radfahren und Wandern“ im Rahmen der Euregio-Maas-Rhein zusammengefunden.

Ziel dieser Kooperation ist die Profilierung der grenzüberschreitenden Radwege sowie die ostbelgische Anbindung an den Eifelsteig über einen neuen Fernwanderweg.

Sandra De Taeye, Direktorin der Tourismusagentur Ostbelgien (TAO), sagte bei der Kick-Off-Veranstaltung in Eupen: „Wir freuen uns, dass dieses grenzüberschreitende Projekt für Wanderer und Radfahrer zustande gekommen ist. Durch die Anbindung des Eifelsteiges an den ostbelgischen Fernwanderweg entsteht ein gemeinsames Profil: Wir machen uns die hohe Strahlkraft des Eifelsteiges zunutze, während dieser im Gegenzug einen grenzüberschreitenden Charakter erhält. Der eigentliche Gewinner aber ist der Feriengast, dem in Zukunft ein nahezu unerschöpfliches Wegenetz für Wanderungen und Radtouren in einer der schönsten Mittelgebirgsregionen Europas zur Verfügung steht.“

Belgischer Leitwanderweg

Speziell für den als Premium-Wanderweg mehrfach ausgezeichneten und hochfrequentierten Eifelsteig will man eine Anbindung konzipieren, die Wanderer bis nach Luxemburg und die Wallonie auf den Escape-Ardenne-Wanderweg im Süden führen soll.

Der belgische Leitwanderweg soll ein Pendant zum Vennbahn-Rad-Weg werden. Bis zur geplanten Eröffnung im Sommer 2021 soll alles vorbereitet, angelegt, Beschilderung vorhanden, Partnerbetriebe gewonnen und sämtliche Rahmenbedingungen geklärt sein.

Radrouten mit Emotionen und Geschichten

Der international bekannte Vennbahn-Radweg ist bereits heute das grenzüberschreitende Bindeglied im Radwegenetz der Region Eifel-Ardennen. Der Erfolg dieses Projekts hat den Ausbau des Bahntrassenradweges von Bütgenbach, Büllingen nach Jünkerath an den Kyll-Radweg nach sich gezogen. So ist auf rund 200 Kilometern eine Radroute von hoher Qualität zwischen den Kaiserstädten Aachen und Trier entstanden, welche die Basis zu einer vier bis fünf Tagestour von Norden nach Süden durch die Eifel ist und schon heute zusätzliche Übernachtungen in den radfreundlichen Betrieben bringt.

Diesen Ansatz hat die Eifel Tourismus GmbH auf das gesamte Radwegenetz übertragen. Neben der Route Aachen und Trier sind gleichermaßen Routen zwischen Roermond und Luxemburg, Düsseldorf und Trier oder Köln und Trier durch die Eifel möglich. Das Konzept hat grenzüberschreitendes Potential und wird nun im Rahmen des Projekts zu einer Aufwertung des gesamten Radwegenetzes in der Region Eifel-Ardennen führen.

Die verknüpften Routen werden mit Hilfe der Methode des Storytellings positioniert und gemeinsam mit den touristischen Partnern und Betrieben entlang der Wege vermarktet.