„Verzeihen ja, vergessen nie“ Die deutschsprachige Minderheit in Belgien - Ostbelgien Zum Inhalt wechseln
Foto-2-Paul-Droesch-Rocherath (c) teatrino

„Verzeihen ja, vergessen nie“ Die deutschsprachige Minderheit in Belgien

„Verzeihen ja, vergessen nie“ Die deutschsprachige Minderheit in Belgien

Theatrino (Rocherath) zeigt Film von Dietrich Schubert. 

Datum & Uhrzeit

20.04.2024
Ab 19:30

Ort

THEATRINO - Studiotheater & Café
Wahlerscheider Str. 10
4761 Krinkelt

T. +32 (0) 80 64 21 87 E. theater@theatrino.be

T. +32 (0)80 64 21 87 E. theater@theatrino.be

Preis

Erwachsene:  6 €

„In der Familie gab es Auseinandersetzungen. Zwischen Mann und Frau, zwischen Bruder und Schwester gab es Auseinandersetzungen. Mein Schwager und mein Schwiegervater waren prodeutsch, mein Mann und ich waren probelgisch eingestellt. Aber wir wohnten unter einem Dach“, erzählt Maria Rauw-Drösch aus Rocherath im Film von den Konflikten, die auf Grund der mehrfachen Grenzverschiebungen im 20. Jahrhundert immer wieder ausbrachen. Die Menschen, die hier in Ostbelgien leben, sprechen Deutsch, feiern ihre Gottesdienste in deutscher Sprache, sind aber belgische Staatsbürger.
Nach dem 1. Weltkrieg kamen die heutigen belgischen Ostkantone Eupen, Malmedy und St. Vith nach über hundertjähriger preußischer Herrschaft erstmals zu Belgien. 1940 wurden sie mit dem Deutschen Reich zwangsvereinigt, bis zur Befreiung durch die Amerikaner 1944.
Menschen unterschiedlicher Herkunft und politischer Einstellung berichten in dem Film von ihrem ereignisreichen Leben. Einige mussten dreimal ihre Staatsbürgerschaft wechseln, obwohl sie Zeit ihres Lebens im selben Ort wohnten. Die Konflikte zwischen prodeutsch und probelgisch eingestellten Bewohnern hinterließen über Jahrzehnte viele Wunden in den Familien.
„Es ist dem Film gelungen, mit einem Blick von außen sehr tief in das Innere der Deutschsprachigen Gemeinschaft, in die Seele der Menschen zu schauen, die diese Geschichte erlebt haben“, sagte Karl-Heinz Lambertz.
Nach dem Film steht Dietrich Schubert für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.

Um Anmeldung wird gebeten. Der Saal wird um 19:00 Uhr geöffnet.