Neue Panoramatafeln erklären ostbelgische Aussichtspunkte und Naturlandschaften

Veröffentlicht am 05.08.2019

Tourismusagentur

Viele Radfahrer und Wanderer kennen die Panoramen und Aussichtspunkte in den verschiedenen Natur-Erlebnisregionen Ostbelgiens. Doch was genau ist in der Ferne zu erkennen? Antworten auf diese Frage bieten die neuen Panoramatafeln, die ab Sommer 2019 in vielen Ortschaften Ostbelgiens zu sehen sind.

Die neuen Panoramatafeln sind bereits jetzt an beliebten Aussichtspunkten entlang von Rad- und Wanderwegen zu sehen, jeweils dort, wo die Landschaft ein außergewöhnliches Panorama vorweist. „Das Ziel ist es, Orte mit einer besonderen Aussicht durch eine Panoramatafel aufzuwerten. Wir möchten den Tages- und Urlaubsgästen aber auch der einheimischen Bevölkerung auf aktive Weise mehr über die Landschaft, Geschichte und Kultur Ostbelgiens vermitteln“, erklärt TAO-Direktorin Sandra De Taeye.

Zustande gekommen ist das Projekt nach einer Grundidee der ÖKLE-Gruppe (Kommission für Ländliche Entwicklung) Büllingen, die in dieser Gemeinde ein Infosystem errichten wollte. Die Tourismusagentur Ostbelgien hat die Idee weiterentwickelt, da auch andere Gemeinden ähnliche Projekte verfolgten. „Unsere Vorstellung war ein einheitliches Erscheinungsbild für die Panoramatafeln in Ostbelgien. Durch die einheitliche Gestaltung in allen Gemeinden können wir diese Tafeln als eigenständiges Produkt vermarkten“, so Projektleiterin Andrea Michaelis von der TAO. In Zusammenarbeit mit den neun deutschsprachigen und zwei französischsprachigen Gemeinden wurden die Standpunkte ermittelt und Inhalte in drei Sprachen (deutsch, französisch, niederländisch) erarbeitet.

Einheitliches Erscheinungsbild

Auf der Suche nach einem einheitlichen Erscheinungsbild sollten die Tafeln dem Claim „Willkommen im kraftvollen Garten Europas“ entsprechen, welcher seit zwei Jahren prägend für die touristischen Produkte in Ostbelgien ist. So bestehen die Tafeln aus einer drehbaren Massivholzbohle aus einheimischem Lärchenholz, die von zwei Metall-Fußstangen gehalten wird. Auf der Vorderseite befindet sich das Ostbelgien-O in Brandmarkierung sowie das Panoramafoto mit den Zahlenreferenzen auf einer wetterbeständigen Platte. Auf der Rückseite sind das Gemeindewappen und Infos zu den referenzierten Orten, bzw. Sehenswürdigkeiten verfügbar.

Nach einer mehrmonatigen Planungs- und Produktionsphase wurden die ersten Tafeln installiert. Sie befinden sich in Holzheim (Blick über die deutsche Eifel), Rocherath-Krinkelt (Blick auf eine typische Heckenlandschaft), Medell (Depertzberg, Blick über den Wolfsbusch und das Ameler Land), Eupen (1. Moorenhöhe mit Blick über die Unterstadt und 2. Limburger Weg mit Blick über die sieben Kirchtürme) sowie in Malmedy (Place du Châtelet, Stadtpanorama).

Weitere Tafeln werden in der Gemeinde Raeren, Kelmis und Waimes (Ovifat) folgen. Auch in Bütgenbach, Lontzen und St.Vith sind Panoramatafeln in Planung. Die bisherigen Projektkosten belaufen sich auf 35.400 Euro, die mit Unterstützung der Provinz Lüttich (FTPL) zustande gekommen sind. Darin enthalten sind die Umsetzungskosten der ersten sechs Tafeln sowie der Projektentwurf und die Programmierungskosten der Webseite der TAO. Die Eigenbeteiligung der Gemeinden liegt bei zusätzlichen 1.750 Euro zur Deckung der Materialkosten, zzgl. Aufbau der Tafeln.

Die Informationen zu den Panoramatafeln sind aber nicht nur draußen im Gelände verfügbar, sondern bieten auch digital einen erstaunlichen Mehrwert. Auf der Webseite www.ostbelgien.eu/panorama-tafeln  können die einzelnen Aussichtspunkte virtuell aufgerufen werden. „Wir haben uns große Mühe gegeben, damit die Inhalte der Panoramatafeln auch den Nutzern im Internet zur Verfügung stehen. Die Darstellung der 180° Fotos eignet sich hervorragend für die digitale Darstellung und bedeutet für das Projekt einen echten Mehrwert“, erklärt Andrea Michaelis.

Digitale Version

Mit einem Klick auf die einzelnen Panorama-Aussichten öffnet sich ein interaktives Panorama-Foto sowie eine Karte, auf der die POIs (Points of Interest) zu sehen sind. Mit weiteren Klicks kann der Nutzer immer tiefer in die Thematik eintauchen. In wenigen Schritten kann man so etwa die Kirche von Wirtzfeld oder der Eupener Unterstadt, die Malmedyer Kathedrale oder das Haus Villers besuchen. Damit erhält der Gast bereits vor Reisebeginn einen Eindruck dessen, was ihn vor Ort erwartet. Außerdem bieten die „virtuellen Rundgänge“ auch Einheimischen die Möglichkeit, sich über touristische Themen zu informieren und so die Lust zu entfachen, die eine oder andere Sehenswürdigkeit in der Heimat neu zu entdecken.

Ob vor Ort oder im Netz, mit den Panoramatafeln verfügt die Ferienregion Ostbelgien über ein leistungsstarkes Instrument, um den Gästen aber auch der einheimischen Bevölkerung die touristischen Highlights und Sehenswürdigkeiten auf ansprechende Art und Weise näher zu bringen. Dank der guten Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, den deutsch- und französischsprachigen Gemeinden sowie der öffentlichen Hand freut sich die Tourismusagentur Ostbelgien über diese sinnvolle Erweiterung des touristischen Angebotes. 


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