Ostbelgische Belegungszahlen bleiben stabil

Veröffentlicht am 24.08.2016

Tourismusagentur

Trotz Startschwierigkeiten aufgrund des schlechten Wetters verlief die diesjährige Sommerferiensaison im Bereich Unterkünfte und Ausflugsziele für die meisten touristischen Betriebe in Ostbelgien dennoch zufriedenstellend. Laut einer Online-Umfrage unter den etwa 150 Partnerbetrieben der Tourismusagentur Ostbelgien kletterten die Belegungs- und Besucherzahlen erst mit den wärmeren Temperaturen in der zweiten Hälfte der Ferienperiode zwischen Juli und August.

„Anfang Juli waren die Belegungszahlen in unserem Hotel-Restaurant relativ schlecht, ab Mitte Juli lief es dann wesentlich besser. Bei schlechten Wettervorhersagen steigen die Stornierungen“, gab Freddy Theissen vom Hotel-Restaurant Steineweiher in St.Vith an.

Hotels/B&B

Insgesamt lag die Auslastung der Hotels und Bed&Breakfast-Einrichtungen in Ostbelgien laut der Umfrage während der Sommerferien 2016 mit 60% in etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Weiterhin sind es hauptsächlich Flamen (31%) und Niederländer (17%) die einen Hotel-Urlaub in Ostbelgien buchen, gefolgt von Deutschen (16%), Wallonen (11%) und Franzosen (8%). Einige Betriebe gaben an, dass immer mehr deutsch- und französischsprachige Urlaubsgäste Ostbelgien für sich entdecken. Oft handelt es sich dabei um Fahrradtouristen und Vennbahn-Nutzer. In Hotels und B&Bs bleiben nur 14% der Gäste länger als 5 Tage, die meisten kommen für einen Wochenendtripp (35%) oder sind auf der Durchreise (32%). Neben Wandern und Radfahren sind es vor allem Wellness-Angebote und die Gastronomie, die als Gründe für einen Ostbelgien-Besuch angegeben wurden.

Ferienwohnungen

Der Bereich Ferienwohnungen konnte eine deutliche Steigerung der Auslastung im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Laut der TAO-Umfrage lag die Auslastung der Fewo-Betriebe in diesem Jahr bei durchschnittlich etwa 80%, was ein Plus von 12% im Vergleich zum Vorjahr (68%) bedeutet. 57% der Ferienwohnungen wurden an niederländischsprachige Urlauber vermietet, 14% kamen aus Deutschland, 9% aus der Wallonie. Oft handelt es sich um Stammkunden, die die Vorteile Ostbelgiens zu schätzen wissen. Nutzer der Ferienwohnungen sind hauptsächlich Familien mit Kindern (43%), die in Ostbelgien einen längeren Urlaub planen. Im Gegensatz zum Hotelbereich bleibt die Mehrzahl der Fewo-Bucher (70%) länger als 5 Tage vor Ort.

Herbergen/Camping

Der Bereich „low budget“, also Jugendherbergen und Camping wird traditionell eher von jungen Leuten, Familien und Gruppen beansprucht. Natürlich spielt vor allem beim Camping das Wetter eine wichtige Rolle. „Von Mitte Juli bis Mitte August waren wir in diesem Jahr genau wie im Vorjahr komplett ausgebucht. In den ersten beiden Juliwochen war es hingegen sehr ruhig“, resumierte die Betreiber-Familie Akkermans vom Camping Hohenbusch in Grüfflingen die Situation. „Immer noch spricht die Kundschaft hauptsächlich niederländisch, aber die Tendenz für Besucher aus Deutschland und Frankreich ist steigend“, gab  die Familie Akkermans an. Dies bestätigen die Umfrage-Zahlen: 29% kamen aus Flandern, 16% aus den Niederlanden – aus der Wallonie waren es 24% und aus Deutschland 12% der Gäste in diesem Bereich. Viele Kunden buchten ihren Aufenthalt mehr als drei Wochen im Voraus (43%) und blieben länger als fünf Tage in Ostbelgien (ebenfalls 43%). Vielfach sind es Gruppen, die in den Jugendherbergen eine Unterkunft buchen.

Ausflugsziele und Tourist Info

Stark wetterabhängig sind auch die Besucherzahlen im Bereich Ausflugsziele und Tourist-Info-Stellen. Aufgrund des schlechten Wetters suchten viele Touristen nach Informationen über Ausflugsziele für Familien und Veranstaltungen. So verbuchten das „Haus des Tourismus“ in Malmedy (11.717 Besucher), das Tourist Info Büro in Eupen (9.641 Besucher) sowie die Touristen-Information in Burg-Reuland (4.500 Kontakte) bessere Besucherzahlen als im Vorjahr während das Aufkommen in St.Vith mit 3.633 Besuchern etwas schlechter war.

Vor allem Ausflugsziele unter Dach freuten sich von Anfang Juli bis Mitte August über mehr Besucher als im Vorjahr. Im Töpfereimuseum Raeren (1.121 Besucher), im Haus des Bergbaus in Bleyberg (177 Besucher), im Göhltalmuseum (340 Besucher) und im Besucherbereich der Montenauer Schinkeräucherei (+- 2.000 Besucher) war man sehr zufrieden mit der Resonanz. Das Naturzentrum Haus Ternell (795 Besucher) und die Brauerei in Bellevaux (200 Besucher) meldeten hingegen weniger Publikumszuspruch als noch vor einem Jahr. Das gleiche gilt auch für die Badeseen von Bütgenbach und Robertville, die im letzten Jahr noch mit Spitzenwerten bis zu 2.000 Besuchern aufwarten konnten. Aufgrund der wenigen Badetage war man im Jahr 2016 weit von den Rekordergebnisssen des Vorjahres entfernt.

Gutes Gesamtergebnis

Das nasskalte Wetter zum Start der Feriensaison 2016 trübte das Gesamtergebnis für die Ferienregion Ostbelgien im Juli und August 2016. Trotzdem wurden in etwa die gleichen Gästezahlen wie im Vorjahr erreicht, im Bereich Ferienwohnungen wurde die Vorjahresbilanz sogar noch weit übertroffen. Das Ergebnis spricht für ein qualitativ hochstehendes Angebot im Bereich Unterkünfte und Gastronomie und spiegelt einen hohen Wert an Freizeitmöglichkeiten und Ausflugszielen wider. Der Trend zeigt auch, dass deutsche und französische Urlauber Ostbelgien als Ferienregion entdecken. Sie und die vielen Stammgäste aus Flandern und den Niederlanden wissen die landschaftlichen Vorzüge der Eifel-Ardennen-Region und des Naturparks Hohes-Venn-Eifel mit zahlreichen Angeboten für Wanderer und Radfahrer zu schätzen. Dabei lassen sich viele Urlauber nicht vom Wetter beeinflussen und kehren gerne wieder zurück in die attraktive Ferienregion Ostbelgien.

Zur Umfrage:

Die Online-Umfrage wurde Mitte August 2016 durch die Tourismusagentur Ostbelgien unter 150 Partnerbetrieben im Bereich Unterkünfte und Ausflugsziele sowie den zehn Tourist Infostellen in Ostbelgien durchgeführt. Sie betrifft die Periode vom 01. Juli bis 15. August 2016. Die Teilnahme geschah auf freiwilliger Basis.

Ferienwohnungenfür die ganze Familie waren im Sommer 2016 sehr gefragt. Foto: TAO/D.Ketz

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